Angststörungen gehören zu den häufigsten Störungsbildern, viele Menschen sind betroffen. Sie umfassen eine Reihe an Krankheitsbildern - bei allen spielt übermäßige Angst oder Panik eine zentrale Rolle.
So können zum Beispiel ganz spezifische Dinge, zum Beispiel bestimmte Tiere oder bestimmte soziale Situationen (Sprechen vor einer Gruppe Menschen z.B.) heftige Angst auslösen, das sind die sogenannten Phobien. Zur Gruppe der Angststörungen zählen aber auch Ängste, die dauerhaft vorhanden sind und sich auf alle möglichen Szenarien beziehen und nicht an einen bestimmten Auslöser gebunden sind. Oder auch die Panikstörung, die durch plötzliche und wiederkehrende Panikattacken gekennzeichnet ist. 
 
Gemeinsame Symptome können sein:

- Übermäßige Sorge oder Angst, die schwer bis gar nicht zu kontrollieren ist

- Ruhelosigkeit oder das Gefühl, auf dem Sprung zu sein

- Leichte Ermüdbarkeit

- Konzentrationsschwierigkeiten oder das Gefühl, einen leeren Kopf zu haben

- Reizbarkeit

- Muskelverspannung

- Schlafstörungen (Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen, unruhiger Schlaf)


bei einer Panikattacke kann auftreten:

- Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag

- Schwitzen

- Zittern

- Kurzatmigkeit oder Gefühl zu ersticken 

- Schmerzen oder Unbehagen in der Brust

- Übelkeit oder Bauchschmerzen

- Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsgefühle

- Kälteschauer oder Hitzewallungen

- Kribbeln oder Taubheitsgefühle

- Gefühl der Unwirklichkeit, Gefühl, losgelöst von sich selbst zu sein

- Angst, die Kontrolle zu verlieren oder "verrückt zu werden"

- Angst zu sterben



Die Ursachen von Angst- und Panikstörungen sind multifaktoriell das heißt sie werden durch viele Gegebenheiten verursacht, und beinhalten genetische, biologische, psychologische und umweltbedingte Faktoren:

- Genetik: Es gibt Hinweise darauf, dass Angststörungen in Familien gehäuft auftreten.

- Biologische Faktoren: Dysfunktionen in bestimmten Neurotransmittersystemen und Gehirnstrukturen können eine Rolle spielen.

- Psychosoziale Einflüsse: Traumatische Erlebnisse, chronischer Stress und negative Lebensereignisse können die Entwicklung von Angststörungen begünstigen.

- Persönlichkeitsmerkmale: Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen sind anfälliger für Angststörungen.



Angststörungen und Panikstörungen sind psychische Erkrankungen, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für die Prognose.
Wir wollen aufklären und entstigmatisieren, sodass das Verständnis für diese komplexen aber weit verbreiteten Störungen verbessert werden kann und die Hemmschwelle für Betroffene, Hilfe in Anspruch zu nehmen, gesenkt wird.